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Datenpotenziale durch Softwaremodernisierung erschließen

Geschrieben von Codurance Insights | 12 Aug. 2026

Die Rolle von Daten hat sich grundlegend verändert. Für CTOs und Technologieverantwortliche sind sie längst nicht mehr nur ein Nebenprodukt operativer Systeme, sondern ein strategischer Vermögenswert. Richtig genutzt ermöglichen sie bessere Entscheidungen, beschleunigen Innovationen und schaffen neue Geschäftsmöglichkeiten.

Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch nicht allein durch moderne Technologien. Entscheidend sind leistungsfähige Entwicklungspraktiken, eine klare Data Governance, eine datenorientierte Unternehmenskultur und die Fähigkeit, Datenplattformen so weiterzuentwickeln, dass sie zukünftige Anforderungen – etwa den Einsatz von Künstlicher Intelligenz – unterstützen können.

Diese Themen standen im Mittelpunkt einer Roundtable-Diskussion von Codurance mit Technologieverantwortlichen aus verschiedenen Unternehmen. Dabei wurde deutlich: Der geschäftliche Nutzen von Daten entsteht dort, wo technologische Exzellenz und organisatorische Reife zusammenkommen.

Unternehmenskultur bleibt der wichtigste Erfolgsfaktor

Keine Technologie kann eine Unternehmenskultur ersetzen, in der Daten keine Rolle spielen.

Viele Unternehmen betrachten Daten noch immer als Aufgabe der IT-Abteilung. Dadurch entstehen Datensilos, die Zusammenarbeit wird erschwert und wertvolle Informationen bleiben ungenutzt.

Erst wenn Daten als gemeinsames Unternehmensgut verstanden werden, können Teams fundiertere Entscheidungen treffen und schneller auf Veränderungen reagieren.

CTOs spielen hierbei eine zentrale Rolle. Sie können Dateninitiativen konsequent auf messbare Geschäftsziele ausrichten, beispielsweise:

  • kürzere Time-to-Market neuer Produkte,
  • präzisere Prognosen,
  • eine bessere Customer Experience,
  • effizientere Geschäftsprozesse.

Damit datengetriebenes Arbeiten zum Alltag wird, braucht es eine Kultur gemeinsamer Verantwortung. Entwicklung, Produktmanagement, Operations und Business müssen eng zusammenarbeiten. Datenqualität wird dadurch nicht zu einer Aufgabe einzelner Teams, sondern zu einem gemeinsamen Unternehmensziel.

Moderne Softwareentwicklung schafft die Grundlage

Der Reifegrad der Softwareentwicklung bestimmt maßgeblich, wie erfolgreich eine Datenstrategie umgesetzt werden kann.

Selbst die beste Datenstrategie scheitert, wenn technische Schulden, instabile Systeme oder ineffiziente Entwicklungsprozesse den Fortschritt bremsen.

Moderne Datenplattformen benötigen deshalb eine belastbare technische Grundlage. Dazu gehören unter anderem:

  • modulare Softwarearchitekturen,
  • automatisierte Datenpipelines,
  • Infrastructure as Code,
  • kontinuierliche Tests,
  • sichere und reproduzierbare Deployment-Prozesse.

Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die technische Qualität. Sie ermöglichen es Teams, schneller zu liefern, Änderungen sicher umzusetzen und neue Technologien einfacher zu integrieren.

Vor allem schaffen sie Freiräume.

Entwicklungsteams, die weniger Zeit mit der Behebung technischer Probleme verbringen, können sich stärker auf Innovationen konzentrieren – beispielsweise auf die Optimierung von Datenplattformen oder den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Effektive Data Governance beschleunigt Innovation

Data Governance wird häufig als bürokratische Hürde wahrgenommen. Tatsächlich kann sie Unternehmen dabei helfen, schneller und sicherer zu arbeiten.

Entscheidend ist Transparenz.

Unternehmen müssen jederzeit nachvollziehen können,

  • wo Daten gespeichert werden,
  • wer für sie verantwortlich ist,
  • wer darauf zugreifen darf,
  • unter welchen Bedingungen sie genutzt werden dürfen.

Sind diese Fragen eindeutig beantwortet, verbringen Teams weniger Zeit mit Abstimmungen und können sich auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren.

Darüber hinaus bildet Data Governance die Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Mit zunehmender Unternehmensgröße und steigenden regulatorischen Anforderungen gewinnen klare Richtlinien für Zugriff, Klassifizierung, Nutzung und Aufbewahrung von Daten immer mehr an Bedeutung.

Am effektivsten sind Governance-Prozesse dann, wenn sie selbstverständlich in die tägliche Entwicklungsarbeit integriert werden und nicht als zusätzliche Belastung wahrgenommen werden.

Datenqualität beeinflusst den Geschäftserfolg

Selbst die modernste Datenplattform entfaltet keinen Mehrwert, wenn die zugrunde liegenden Daten unvollständig, inkonsistent oder fehlerhaft sind. Die Qualität von Daten wirkt sich unmittelbar auf Geschäftsprozesse, Entscheidungen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aus.

Typische Auswirkungen mangelnder Datenqualität sind:

  • Falsche Bestandsdaten führen zu Überbeständen oder Lieferengpässen.
  • Unzuverlässige Logistikdaten beeinträchtigen Lieferketten und erhöhen operative Risiken.
  • Fehlerhafte CRM-Daten erschweren die Personalisierung und verfälschen Berichte sowie Forecasts.
  • Preisstrategien verlieren an Genauigkeit, wenn Markt- oder Produktdaten veraltet sind.

Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um technische Probleme, sondern um geschäftliche Risiken.

Aus diesem Grund sollte Datenqualität nicht als einmalige Bereinigungsmaßnahme verstanden werden. Sie muss als kontinuierlicher Prozess etabliert werden – integriert in Entwicklungsprozesse, regelmäßig überwacht und von allen beteiligten Teams gemeinsam verantwortet.

Observability und Metriken schaffen Vertrauen

Ein entscheidender Erfolgsfaktor moderner Datenplattformen ist Transparenz.

Ohne ausreichende Sichtbarkeit wissen Teams häufig nicht,

  • wann Datenpipelines fehlschlagen,
  • welche Datensätze veraltet sind,
  • oder ob die verfügbaren Informationen überhaupt zuverlässig sind.

Data Observability schafft diese Transparenz.

Sie ermöglicht es, Datenpipelines kontinuierlich zu überwachen, die Herkunft von Daten nachzuvollziehen, deren Aktualität zu überprüfen und Anomalien frühzeitig zu erkennen – bevor sie Geschäftsprozesse oder Entscheidungen beeinträchtigen.

Dadurch werden Fragen wie „Warum stimmen diese Kennzahlen nicht?" schneller beantwortet und Probleme lassen sich gezielt beheben.

Gleichzeitig unterstützt Observability einen proaktiven Betrieb. Teams erkennen potenzielle Risiken frühzeitig, reduzieren Ausfälle und vermeiden unnötige Doppelarbeit. Das stärkt das Vertrauen in die Datenplattform und verbessert die Entscheidungsfähigkeit im gesamten Unternehmen.

Besonders aussagekräftig wird dieses Bild, wenn Data Observability mit Engineering-Metriken kombiniert wird, beispielsweise den DORA-Metriken wie Deployment Frequency oder Mean Time to Recovery. So entsteht ein ganzheitlicher Überblick über die Stabilität der Plattform und die Leistungsfähigkeit der Entwicklungsteams.

Codurance unterstützt Unternehmen dabei, ihre Datenplattformen transparenter und widerstandsfähiger zu machen – unter anderem mit unserem Observability Maturity Assessment.

Künstliche Intelligenz braucht ein solides Fundament

Künstliche Intelligenz verändert die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten. Ihr Erfolg hängt jedoch nicht allein von leistungsfähigen Modellen ab, sondern vor allem von der Qualität der zugrunde liegenden Daten und Systeme.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann KI Unternehmen dabei unterstützen,

  • Preisgestaltung und Prognosen zu optimieren,
  • Betrug und Anomalien in Echtzeit zu erkennen,
  • personalisierte Kundenerlebnisse bereitzustellen,
  • manuelle Aufgaben zu automatisieren und Prozesse effizienter zu gestalten.

Werden KI-Systeme dagegen mit unvollständigen oder schlecht verwalteten Daten betrieben, steigen Risiken erheblich. Verzerrte Ergebnisse, fehlerhafte Entscheidungen oder mangelndes Vertrauen in die Systeme können die Folge sein.

Deshalb sollten Unternehmen zunächst in hochwertige Daten, klare Governance-Richtlinien und belastbare Plattformen investieren, bevor sie KI im großen Maßstab einführen.

Ebenso wichtig ist die Rolle der Softwareentwicklung.

KI unterstützt Entwicklerinnen und Entwickler beispielsweise bei der Codegenerierung, der Analyse großer Informationsmengen oder der Automatisierung wiederkehrender Aufgaben. Sie ersetzt jedoch weder technisches Know-how noch Architekturentscheidungen oder das Verständnis komplexer Geschäftsprozesse.

Nachhaltige KI entsteht dort, wo menschliche Expertise und moderne Technologien sinnvoll miteinander kombiniert werden.

Unternehmen, die KI erfolgreich einführen möchten, benötigen daher nicht nur die passende Infrastruktur, sondern auch klare Richtlinien für den Umgang mit Daten sowie eine Unternehmenskultur, die verantwortungsvolle Innovation fördert.

Codurance unterstützt Organisationen dabei, ihren aktuellen Reifegrad zu bewerten und eine praxisnahe Roadmap für die Einführung von KI zu entwickeln.

Darüber hinaus zeigt unser eBook „Strategische Einführung von KI-gestützter Softwareentwicklung für Technologieverantwortliche", wie AI-Assisted Coding die Softwarequalität, Entwicklungsprozesse und die langfristige Wartbarkeit beeinflusst.

Fazit

Das Potenzial von Daten lässt sich nicht durch einzelne Tools oder isolierte Initiativen erschließen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Unternehmenskultur, moderner Softwareentwicklung, Data Governance und einer klaren Strategie.

Unternehmen, die Daten als strategischen Vermögenswert betrachten und kontinuierlich in Datenqualität, Transparenz und skalierbare Plattformen investieren, schaffen die Grundlage für fundierte Entscheidungen, schnellere Innovationen und den erfolgreichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Softwaremodernisierung spielt dabei eine zentrale Rolle. Moderne Architekturen, automatisierte Entwicklungsprozesse und zuverlässige Datenplattformen ermöglichen es Unternehmen, flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren und zukünftige Technologien sicher zu integrieren.

Möchten Sie herausfinden, wie gut Ihr Unternehmen auf datengetriebene Entscheidungen und den Einsatz von KI vorbereitet ist?

Dann unterstützen wir Sie mit unserem Data & AI Readiness Assessment, um den aktuellen Reifegrad Ihrer Organisation zu bewerten und eine praxisorientierte Roadmap für die nächsten Schritte zu entwickeln.

Wenn Sie zusätzlich Transparenz über den Zustand Ihrer Datenplattform schaffen und Risiken frühzeitig erkennen möchten, unterstützt Sie unser Observability Maturity Assessment dabei, die Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Resilienz Ihrer Plattform nachhaltig zu verbessern.