Datenpotenziale durch Softwaremodernisierung erschließen
Die Rolle von Daten hat sich grundlegend verändert. Für CTOs und Technologieverantwortliche sind sie längst nicht mehr nur ein Nebenprodukt..
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Daten sind heute weit mehr als eine Sammlung von Informationen. Sie bilden die Grundlage für Innovation, Effizienz und nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Doch damit Künstliche Intelligenz (KI) tatsächlich geschäftlichen Mehrwert schafft, reicht es nicht aus, große Mengen an Daten zu sammeln. Entscheidend ist eine Datenstrategie, die Qualität, Verfügbarkeit und die Ausrichtung auf konkrete Geschäftsziele sicherstellt.
In diesem Beitrag betrachten wir die zentralen Bausteine einer erfolgreichen Datenstrategie. Wir zeigen, wie Unternehmen ihre Dateninitiativen mit strategischen Zielen verknüpfen, Datenqualität und Governance sicherstellen und die Voraussetzungen schaffen, damit KI-Lösungen zuverlässig und skalierbar eingesetzt werden können.
Unternehmen aller Branchen suchen nach Möglichkeiten, Künstliche Intelligenz einzusetzen, um Mehrwert für Kunden, Mitarbeitende und Investoren zu schaffen.
Zu den häufigsten Anwendungsfällen gehören:
Die Auswirkungen von KI sind bereits heute in vielen Branchen sichtbar. Einzelhändler personalisieren Einkaufserlebnisse in Echtzeit, während Finanzdienstleister KI einsetzen, um Betrug frühzeitig zu erkennen und Risiken zu reduzieren.
Allen erfolgreichen KI-Initiativen ist jedoch eines gemeinsam: Sie basieren auf qualitativ hochwertigen Daten.
Ein KI-Modell kann nur so leistungsfähig sein wie die Daten, mit denen es trainiert oder versorgt wird. Ohne eine belastbare Datenbasis bleiben die Ergebnisse unzuverlässig, unabhängig davon, wie fortschrittlich die eingesetzten Modelle sind.
Eine durchdachte Datenstrategie bildet das Fundament jeder erfolgreichen KI-Initiative. Sie stellt sicher, dass KI-Systeme mit relevanten, hochwertigen und nutzbaren Daten arbeiten können.
Fehlt eine klare Strategie, laufen Unternehmen Gefahr, in KI-Projekte zu investieren, die ihre Erwartungen nicht erfüllen. Dies führt nicht nur zu unnötigen Kosten, sondern verhindert auch, dass das volle Potenzial von KI ausgeschöpft werden kann.
In der Informatik existiert seit Jahrzehnten ein bekanntes Prinzip:
Garbage in, garbage out.
Im Kontext von KI hat dieser Grundsatz mehr Bedeutung denn je. Werden Modelle mit unvollständigen, fehlerhaften oder veralteten Daten versorgt, sind auch die Ergebnisse entsprechend unzuverlässig.
Eine Datenstrategie sollte kein isoliertes Technologieprojekt sein. Sie muss eng mit den strategischen Zielen des Unternehmens verbunden sein und einen messbaren Beitrag zum Geschäftserfolg leisten.
Hochwertige Daten sind die Grundlage erfolgreicher KI-Anwendungen. Eine effektive Governance stellt sicher, dass Daten korrekt, konsistent und vertrauenswürdig sind und regulatorische Anforderungen erfüllen.
Daten müssen den richtigen Personen und Systemen zur richtigen Zeit zur Verfügung stehen. Nur so können KI-Modelle effizient arbeiten und flexibel auf neue Anforderungen reagieren.
Eine strukturierte Datenstrategie hilft Unternehmen dabei, Datenspeicherung und Datenverarbeitung effizient zu steuern. Dadurch lassen sich Kosten kontrollieren und gleichzeitig Anforderungen aus Monitoring und berücksichtigen.
Eine belastbare Datenstrategie umfasst mehrere zentrale Elemente.
Unternehmen müssen relevante Datenquellen identifizieren, Informationen zusammenführen und Daten so strukturieren, dass sie für Analyse- und KI-Anwendungsfälle nutzbar werden.
Die Qualität der Daten wird durch die Beseitigung von Inkonsistenzen, Duplikaten und fehlerhaften Einträgen verbessert. Gleichzeitig können Daten angereichert werden, um ihren geschäftlichen Nutzen zu erhöhen.
Klare Richtlinien für Datenschutz, Sicherheit, Compliance und Datenverantwortung schaffen Vertrauen und reduzieren Risiken.
Datenplattformen und Prozesse sollten so konzipiert sein, dass sie mit wachsenden Datenmengen und steigenden Anforderungen an KI-Anwendungen Schritt halten können.
Der Aufbau einer tragfähigen Datenstrategie ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Unternehmen stehen dabei vor technologischen, organisatorischen und regulatorischen Herausforderungen, die den Erfolg von KI-Initiativen maßgeblich beeinflussen können.
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, dauerhaft eine hohe Datenqualität zu gewährleisten. Selbst die leistungsfähigsten KI-Modelle können keine zuverlässigen Ergebnisse liefern, wenn die zugrunde liegenden Daten unvollständig, inkonsistent oder fehlerhaft sind.
Unternehmen können diesem Risiko mit verschiedenen Maßnahmen begegnen:
Automatisierte Lösungen für Datenvalidierung, Bereinigung und Monitoring helfen dabei, Fehler frühzeitig zu erkennen und manuelle Aufwände zu reduzieren. Ergänzend sorgen Benachrichtigungen und Qualitätsprüfungen dafür, dass Probleme schnell identifiziert und behoben werden können.
Eine erfolgreiche Datenstrategie entsteht nicht ausschließlich in der IT. Fachabteilungen, Data Teams und Engineering-Teams sollten gemeinsam definieren, welche Daten benötigt werden und welche Qualitätsanforderungen erfüllt werden müssen. So lassen sich sowohl technische als auch geschäftliche Anforderungen berücksichtigen.
Nicht jede KI-Anwendung erfordert von Beginn an perfekte Daten. In vielen Fällen ist es sinnvoll, mit einer ausreichend guten Datenbasis zu starten und die Datenqualität schrittweise zu verbessern. Dadurch lassen sich erste Anwendungsfälle schneller realisieren, ohne die langfristige Datenstrategie aus den Augen zu verlieren.
Die Wahl der richtigen Datenarchitektur bildet die Grundlage für eine nachhaltige Nutzung von Daten und KI.
Eine moderne Architektur unterstützt den gesamten Lebenszyklus von Daten – von der Erfassung über die Nutzung bis zur Archivierung oder Löschung – und berücksichtigt gleichzeitig regulatorische Anforderungen wie die DSGVO.
Je nach Geschäftsmodell können unterschiedliche Architekturen sinnvoll sein, beispielsweise ein Data Lake, ein Lakehouse oder ein Data Mesh. Entscheidend ist, dass die gewählte Lösung den Anforderungen des Unternehmens entspricht und zukünftiges Wachstum unterstützt.
Technologie allein reicht nicht aus. Der Erfolg einer Datenstrategie hängt ebenso von der Akzeptanz innerhalb der Organisation ab.
Widerstände gegen neue Prozesse oder fehlendes Verständnis für den Wert qualitativ hochwertiger Daten können selbst die beste technische Lösung ausbremsen.
Folgende Maßnahmen unterstützen eine erfolgreiche Einführung:
Schulungen und Workshops helfen dabei, das Bewusstsein für Datenqualität und deren Bedeutung für KI-Anwendungen zu stärken. Gleichzeitig fördern sie die Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und technischen Teams.
Benutzerfreundliche und möglichst automatisierte Prozesse erleichtern die Erfassung qualitativ hochwertiger Daten und reduzieren Fehlerquellen im Arbeitsalltag.
Messbare Ergebnisse schaffen Vertrauen. Wenn Unternehmen den Nutzen einer Datenstrategie anhand konkreter Kennzahlen nachweisen können, steigt die Akzeptanz neuer Arbeitsweisen deutlich.
Die Entwicklung von KI schreitet rasant voran. Deshalb stehen Unternehmen häufig vor der Frage, ob sie eigene Modelle entwickeln oder auf bestehende Lösungen zurückgreifen sollten.
Individuell trainierte Modelle können in bestimmten Szenarien sinnvoll sein, sind jedoch häufig mit hohen Investitionen in Infrastruktur, Daten und Fachwissen verbunden.
In vielen Fällen bieten vortrainierte Large Language Models (LLMs) eine wirtschaftlichere Alternative.
Architekturmuster wie Retrieval-Augmented Generation (RAG) ermöglichen es, bestehende Modelle mit unternehmenseigenem Wissen zu kombinieren. Dadurch lassen sich präzisere Ergebnisse erzielen, ohne ein eigenes Foundation Model entwickeln zu müssen.
Eine verantwortungsvolle Einführung von KI erfordert klare Prozesse für Governance und Risikomanagement.
Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Datenstrategie regulatorische Anforderungen – beispielsweise die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) – erfüllt. Regelmäßige Audits, Zugriffskontrollen und Verschlüsselung tragen dazu bei, Datenschutz und Informationssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.
KI-Modelle übernehmen Verzerrungen aus den Daten, mit denen sie trainiert werden. Deshalb sollten Datensätze regelmäßig überprüft und Ergebnisse kontinuierlich überwacht werden, um diskriminierende oder fehlerhafte Entscheidungen zu vermeiden.
Nicht alle Daten müssen dauerhaft gespeichert werden. Klare Richtlinien für Archivierung, Aktualisierung und Löschung helfen dabei, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, Speicherkosten zu reduzieren und die Qualität der Daten langfristig sicherzustellen.
Der Einstieg in Künstliche Intelligenz gelingt am besten mit einem strukturierten und schrittweisen Vorgehen.
Workshops mit Fachbereichen und technischen Teams helfen dabei, KI-Anwendungsfälle zu priorisieren, die einen messbaren Mehrwert für das Unternehmen schaffen.
Bevor größere Investitionen erfolgen, sollten Ideen in einem klar abgegrenzten Proof of Concept (PoC) validiert werden. So lassen sich Nutzen, Risiken und technologische Anforderungen frühzeitig bewerten.
Bewährte Pilotprojekte können anschließend schrittweise auf weitere Geschäftsbereiche ausgeweitet werden.
Je nach Anforderungen des Unternehmens sollte entschieden werden, ob beispielsweise ein Data Lake, ein Data Mesh oder eine andere Datenarchitektur die geeignete Grundlage für zukünftige KI-Anwendungen bildet.
Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Technologiepartnern unterstützt Unternehmen dabei, Risiken zu reduzieren, Projekte schneller umzusetzen und den geschäftlichen Nutzen ihrer KI-Initiativen zu maximieren.
Der Erfolg von KI beginnt mit einer fundierten Datenstrategie. Nur wenn Datenqualität, Governance und die technische Architektur stimmen, können Unternehmen das Potenzial von Künstlicher Intelligenz langfristig ausschöpfen.
Codurance unterstützt Unternehmen dabei, die notwendigen Grundlagen für erfolgreiche KI-Initiativen zu schaffen. Unsere Experten helfen Ihnen dabei,
Ganz gleich, ob Sie erste Anwendungsfälle evaluieren oder den unternehmensweiten Einsatz von KI planen – wir begleiten Sie von der Strategie bis zur erfolgreichen Umsetzung.
Erfahren Sie, wie unser AI Adoption Assessment Unternehmen dabei unterstützt, ihren aktuellen Reifegrad zu bewerten, Potenziale zu identifizieren und eine klare Roadmap für die Einführung von Künstlicher Intelligenz zu entwickeln.
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